Definition:
Das Parkinson-Syndrom, ist eine chronische, neurologische Erkrankung, die durch degenerative Veränderungen im Gehirn bzw. in der schwarzen Substanz ausgelöst wird.
Die vier Hauptsymptome bei Morbus Parkinson sind:
– Bewegungsverlangsamung (Bradykinese)
– Muskelversteifung (Rigor)
– Zittern (Tremor)
– Störung der Halte- und Stellreflexe (sogenannte posturale Instabilität).
Daneben gibt es auch Begleitsymptome. Verlauf und Beschwerden können sehr unterschiedlich sein, und nicht jeder Patient weist alle Hauptsymptome auf.
Des Weiteren können folgende Störungen entstehen:
– Störung der Körperhaltung
– Posturale Instabilität (Standunsicherheit)
– Störung der Mimik (Maskengesicht, Hypomimie)
– Vermehrte Talgsekretion (Salbengesicht)
– Blasenfunktionsstörungen
– Konzentrationsstörungen
– Demenz
– Dysästhesien ( Empfindungsstörungen)
– Mikrographie ( verkleinertes Schriftbild)
– Mikrophonie ( undeutliches Sprechen)
– Pseudohypersalivation, bedingt durch Schluckstörungen
Diagnose
Die Diagnose der Parkinson-Krankheit wird in der Regel klinisch gestellt. Zum Ausschluss von nicht-idiopathischen Parkinson-Syndromen sind ggf. Zusatzuntersuchungen notwendig. Diese Finden in einer Fachklinik oder beim Neurologen statt.
Therapie
Medikamentöse Therapie:
Zur medikamentösen Therapie werden insbesondere folgende Präparate eingesetzt:
– Anticholinergika
– L-Dopa und DOPA-Decarboxylase-Hemmer
– Dopaminagonisten
– MAO-B-Hemmer
– COMT-Hemmer
Nicht-medikamentöse Therapie
Als nicht-medikamentöse Maßnahmen kommen u.a. in Betracht:
– Psychoedukation ( Angehörigen- und Patientenberatung über die Erkrankung)
– Selbsthilfegruppen
– Ergotherapie
– Physiotherapie ( Krankengymnastik)
– Logopädie ( Sprachtherapie)
Ergotherapie bei Morbus Parkinson:
Die Ergotherapie bei Parkinson richtet sich hauptsächlich nach der Alltagsgestaltung des Patienten. Der Fokus wird deshalb auf den Erhalt und die Verbesserung alltäglicher Bewegungsabläufe gelegt. Dazu gehören das Trainieren von An- und Auskleiden, Essen und die Körperpflege.
Außerdem werden Übungen zum Verbessern der Fein- und Grobmotorik und Schreibtraining sowie Schulung des Sozialverhaltens, Wahrnehmungs- und Gedächtnistraining, Mimisches Training und Entspannungsverfahren angeboten.
Zudem werden auch die Angehörigen mit einbezogen. Sie bekommen Ratschläge, wie sie sich bei Stürzen, bei Gangstörungen oder Steifheit verhalten sollen und wie sie mit dem Patienten am besten umgehen.
Verwendete Hilfsmittel bei der Ergotherapie bei Parkinson
Ergotherapeuten beraten die Patienten und die Angehörigen bei der Auswahl der Hilfsmittel für den täglichen Gebrauch. Dabei wird individuell festgelegt, wofür und wie viel Unterstützung der Betroffene braucht.
Hilfsmittel sind unter anderem ein Rollator oder Rollstuhl für die Fortbewegung, Griffverdickungen und verschiedene Becherformen für das Essen und Trinken sowie Toilettensitzerhöhungen, Duschhocker, rutschfeste Matten in der Wanne und/oder der Dusche oder ein Badewannensitzbrett.
