Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) beschreibt eine verzögerte psychische Reaktion auf ein sehr belastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes.  Die Betroffenen empfinden dabei Gefühle wie Angst, Schutzlosigkeit, Hilflosigkeit und Kontrollverlust.

Charakteristisch für die PTBS sind die sogenannten Symptome des Wiedererlebens, die sich den Betroffenen tagsüber in Form von Erinnerungen an das Trauma, Tagträumen oder Flashbacks und nachts in Alpträumen äußern. Darüber hinaus entwickeln die Betroffenen häufig Vermeidungssymptome, wie z.B.  emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umwelt und anderen Menschen gegenüber. Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten, werden aktiv vermieden. Meist kommt ein Zustand vegetativer Übererregtheit dazu, der sich in Form von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Wachsamkeit oder ausgeprägter Schreckhaftigkeit manifestieren kann.

Traumatische Erlebnisse hinterlassen im Körper, ebenso wie in der Psyche, Spuren. Sie blockieren den Zugang eines Menschen zu seinen kreativen Fähigkeiten und zu seiner Flexibilität und Spontanität im Umgang mit neuen Anforderungen oder schwierigen Lebenssituationen.

Ergotherapeutische Behandlung bei PTBS

Die ergotherapeutische Behandlung erfolgt meist zeitgleich zu einer  psychotherapeutischen Behandlung. In der Ergotherapie werden  oft kreative Ansätze (z.B. mit Hilfe bildnerischer Gestaltung) verfolgt. Die Behandlung kann aber auch eine Verbesserung von motorischen Einschränkungen zum Ziel haben. Außerdem können bestimmte Entspannungsverfahren helfen, die Symptome einer PTBS wie Schlafstörungen, Angst und Reizbarkeit zu lindern.

Biofeedback/Neurofeedback bei PTBS

Bio- und Neurofeedback sind wissenschaftlich fundierte Methoden, die mittels Sensoren körperliche Prozesse rückmelden und damit bewusst machen.

Mittels Biofeedback können diverse physiologische Parameter zur Aktivierung, Regulation und Stimulation des vegetativen Nervensystems genutzt werden. Somit können vegetative Prozesse wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden.

Das Neurofeedbackverfahren stellt zusätzlich ein Verfahren dar, womit Einsicht in den Zusammenhang zwischen Stimmung, Denken und Handeln gegeben werden kann und über die Aktivierung ausgewählter Hirnregionen eine Verbesserung der Symptomatik trainiert wird. Der Trainierende erlernt seine eigene Hirnaktivität zu beeinflussen und dabei einen unangenehmen Zustand abzubauen und einen angenehmen Zustand aufzubauen.